Industriefachkraft (IHK) für CNC-Technik
Zugangs- und Aufnahmevoraussetzungen:
- Allgemeinbildung: mindestens Hauptschulabschluss
- Berufsausbildung: gewerblich- technischer Bereich
- Berufspraxis: mehrjährige berufspraktische Erfahrung
- Einzelfallentscheidung: in Abstimmung mit dem Arbeitsvermittler
- sonstige Bedingungen: männliche und weibliche Teilnehmer sind gleichermaßen geeignet
2. Aufbaustufe
- Wahlweise steht eine der folgenden Steuerungen zur Verfügung
- Grundlagen bilden die Steuerungen:
- Heidenhain (TNC415 B und iTNC530)
- Siemens (810 D, 840 D und 810 M)
- FANUC (Serie 0/i)
- Ziele
- Einrichten der virtuellen Simulatoren CNC-Fräsen und CNC-Drehen
- Erstellen von Programmen mit mittlerem Schwierigkeitsgrad
- Programme unter Einbeziehung der A-, B- und C-Achse
- Programmverwaltung
- Programmspeicherung
- Inhalte
- Werkzeugauswahl
- Werkstücke bestimmen
- Korrekturspeicherfestlegung
- Schnittwertberechnung
- Programme erstellen unter Anwendung von Bearbeitungszyklen wie
- Bohrzyklen und Bohrbilder, Kreis- und Rechtecktaschenzyklen,
- Nutzyklen/Mehrfachzyklen, Abspan-, Einstich-, Freistich- und Gewindezyklen
- Erstellen von Unterprogrammen
- grafische Konturzugsprogrammierung
- grafische Simulation
- virtuelles Messen der Werkstücke
- Problemanalyse
- Schlussfolgerungen festlegen bezüglich der Programmkorrektur und -optimierung
- Abspeicherung von Programmen auf verschiedenen Datenträgern
3. Anwenderstufe
- Die Lehrgangsinhalte der Anwenderstufe werden in der Werkstatt (Maschinenraum) mit modernen CNC- Werkzeugmaschinen vermittelt.
- Ziele
- Einweisung an den Maschinen
- Einrichten der CNC-Maschinen mit Werkzeugen und Werkstücken
- Ermittlung von Werkzeugkorrekturwerten und Nullpunktverschiebungswerten
- Erstellen von Programmen entsprechend Maschine und Steuerung
- Einfahren von Programmen im Einzelsatzbetrieb
- Optimierung von Programmen und Fehleranalyse
- Herstellen von Werkstücken im Automatikbetrieb
- Prüfen der gefertigten Werkstücke
- Inhalte
- Kennenlernen der Bauteile, Tasten und Menüs
- Spannen der Werkzeuge in verschiedenen Werkzeugaufnahmen
- Ausrichten von Werkstückspannmitteln
- Werkzeugkorrekturwerte extern mit Voreinstellgerät oder intern mit Optik oder Tischtastsystem ermitteln
- Korrekturwerte in die entsprechenden Speicher übertragen und abspeichern
- Nullpunktbestimmung durchführen und Verschiebungswerte in entsprechende Register eingetragen
- Erstellen von Programmen in Form von DIN-, Klartext-, Dialog-, oder Parameterformat
- Erstellen von Konturen mit grafischer Unterstützung (WOP / Manual Guide)
- Herstellen von Werkstücken unter Einfahrbedingungen
- Programmkorrektur
- Laufzeitoptimierung
- Korrekturspeicher über Verschleißkorrektur verändern
- Werkstücke im Automatikbetrieb herstellen
- Wiederholgenauigkeit prüfen
- Einsatz verschiedener Meßmittel und -lehren zum fachgerechten Prüfen der Werkstücke