Industriefachkraft (IHK) CAD/CAM - Technik

Erfolgreiche Zerspanungsbetriebe setzen heutzutage auf integrierte CAD/CAM- Systeme und können deshalb ihre Produkte schneller und kostengünstiger produzieren und auf den Markt bringen.
Solid Works ist konzipiert für die mechanische Konstruktion in kleinen und mittleren Unternehmen und findet Verwendung in Maschinenbau, Werkzeugbau, blechbearbeitender Industrie und Konsumgüter-Design, Schiffbau, Medizintechnik und Anlagenbau, im Bereich Design nimmt die Bedeutung stark zu.

Vorteile:

  • schnelle Erlernbarkeit
  • leichte Bedienung
  • vielseitige Designmöglichkeiten
  • gewohnte Windows-Funktionen
  • Solid CAM fügt sich als Ein-Fenster Integration nahtlos in die Benutzeroberfläche ein und ist völlig assoziativ zum Solid Works Designmodell
  • Integration und Bearbeitung von Daten aus anderen CAD-Systemen
  • Simulation und Animation von Bauteilen und -gruppen

Zugangs- und Aufnahmevoraussetzungen:

  • fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten in der Bedienung und Einrichtung von CNC-Maschinen
  • Beherrschen mindestens einer Werkstatt-Steuerung (Siemens, Heidenhain, Fanuc)
Inhalt

1. CAD Inhalte - Solid Works

  • Einführung in Solid Works
    • Nutzen und Anpassen der Workbenches
    • Erlernen der Fähigkeiten zum Konstruieren von Teilen
  • Erstellen von 2D- und 3D-Teilen
    • Zusammenfügen der einzelnen Bauteile zu komplexen Baugruppen
    • Anpassen, Ändern und Optimieren von Bauteilen und -gruppen
  • Nutzung der Solid Works-Toolbox
    • Einfügen von Normteilen
    • Schnittstellen, Dateiimport und -export
  • Ableiten von 2D- und 3D-Zeichnungen, Explosionsdarstellung
  • Normgerechte Bemaßung und Optimierung von techn. Zeichnungen
    • Optimierung von Zeichnungen (Bemaßung)
    • Fotorealistische Darstellung, Präsentation und Animation
    • FEM-Analyse (Simulation von Festigkeiten, Kräften, Drücken, Temp.)

2. CAM Inhalte Solid CAM

  • Einführung in Solid CAM
    • Einlesen von Zeichnungsdaten
    • NC-Bearbeitungen anlegen, berechnen und simulieren
    • Optimierung der Bearbeitungszeit
  • Bearbeitung von 2D und 3D Geometrien
    • Werkzeugauswahl treffen
    • 2,5D Fräsen – mit Simulation und Optimierung
    • 3D Fräsen – für Form- und Werkzeugbau
    • Drehen mit angetriebenen Werkzeugen – Optimierung von Fertigungszeiten mit Fräs- und Bohrbearbeitungen auf der Stirnseite und am Werkstückumfang
    • 3+2 Mehrseitenbearbeitung – 2,5D und 3D Bearbeitungen auf verschiedenen Ebenen des Werkstückes
  • Prüfen sämtlicher Bearbeitungen in der Simulation
    • Erstellen von lauffähigen NC-Programmen
    • Weitergabe der Programme über Postprozessor an die Maschine
    • Einrichten der Maschinen
    • Werkzeugbestückung und digitale Vermessung über Tasttischsyteme in der Maschine
    • Spannen des Werkstückes in verschiedenen Aufspannungen
    • Antasten der Nullpunkte mit 3D-Meßtastern und Infrarot- Meßtastern über Tastzyklen und Nullpunktverschiebungen, oder direkt mit Werkzeugen
  • Einfahren der Erstellten und in die Maschine übertragenen Programme
    • Programm einfahren bei ständiger Optimierung um Laufzeitverkürzungen und Erhöhung der Standzeit des Werkzeuges zu erreichen (im Einzelsatz um unkontrollierte Bewegungen des Werkzeuges oder der Bewegung des Werkstückes zu vermeiden)
    • Optimierung bis zum lauffähigen Programm mit eingefügten Kommentaren und Programmstops, welche ein optimales Arbeiten mit dem Programm für den, an der Maschine arbeitenden Bediener ermöglichen
    • Einweisung für den Bediener um das erstellte und eingefahrene Programm optimal auszunutzen und zu verstehen

Nach dem Lehrgang ist der Teilnehmer in der Lage:

  • selbstständig ein beliebiges 3D-Modell (CAD) zu erstellen und daraus eine Zeichnung abzuleiten und zu optimieren
  • aus dem 3D-CAD Modell eine mit anderen 3D-Modellen verknüpfte Baugruppen zu erstellen und deren Bewegungsablauf zu simulieren
  • aus dem 3D-CAD Modell in Solid CAM NC-Bearbeitungen auszulegen, zu berechnen und zu simulieren
  • das ausgeübte NC-Programm über Postprozessoren in die jeweilige Maschinensteuerung einzulesen und so einzufahren und zu optimieren, dass kostengünstig produziert werden kann und der zukünftige Bediener dazu in der Lage ist, damit zu arbeiten
  • fotorealistische Animationen, FEM-Analysen und Bewegungssimulationen zu erstellen
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