Altenburg (E.P.). Ist es nun ein Anbau oder doch ein Neubau? Hans-Reiner Kasel ist angesichts der Dimension des Gebäudes inzwischen selbst etwas unschlüssig. "Aber egal. Fest steht schon jetzt: Eigentlich haben wir wieder viel zu klein gebaut", lacht der Geschäftsführende Vorsitzende des 1. gemeinnützigen Aus- und Weiterbildungsverbundes Altenburg (AWA) vorgestern zum Richtfest. Denn auf die 800 Quadratmeter Ausbildungsfläche, die auf einem Teil des ehemaligen Parkplatzes vis-a-vis vom bisherigen AWA-Areal in der Franz-Mehring-Straße entstehen, wird von den Azubis, Umschülern und Weiterzubildenden sehnsüchtig erwartet. Der AWA platzt wieder mal aus allen Nähten. Die gesamte CNC-Ausbildung, das Messlabor, Werkstoffprüfeinrichtungen und andere Fachkabinette vor allem im Metall und Kunststoffbereich sollen hier ab Juni ihr neues Zuhause haben.
Rund eine halbe Million Euro investiert der Verein in den Bau, in Innenausstattung sowie neue Technik. Alles selbst erwirtschaftetes Geld, wie Hans-Reiner Kasel betont. "Erneut belasten wir mit unserer Investition weder den Steuerzahler, noch nehmen wir irgendwelche Fördermittel in Anspruch." Getreu dem Motto der inzwischen fast 14-jährigen Erfolgsgeschichte des Ausbildungsverbundes, dass jeder Pfennig und nunmehr jeder Cent, der übrig bleibt, in die Ausbildung zurückfließt. "Mit der Erweiterung wollen wir für Firmen nicht nur unserer Region noch effektiver Fachpersonal ausbilden." Von der Qualität dieser Ausbildung zeugt nicht zuletzt die nach wie vor überaus hohe Vermittlungsquote der AWA-Absolventen.