Kurier vom 17.10.2009

Ein Plus für den „Berufsstart plus“
Ausbildung an moderner Technik
"Arbeitsplatz mit Werkzeug" - die Geräte sind auf dem neusten Stand. so dass die AWA auf hohem Niveau ausbliden kann. Foto: kaba
Ungezwungene Berufsorientierung erfolgreich

Vage Vorstellungen von der Berufswelt führen oft zu vagen Zukunftschancen. Um diesem Problem zu begegnen, haben die Stadt Altenburg, die Bundesagentur für Arbeit und die AWA (1. gemeinnütziger Aus- und Weiterbildungsverbund Altenburg e.V.) am 1. August des vergangenen Jahres das Projekt „SEMI“ ins Leben gerufen. Die Initiative sollte getreu dem Namensmotto „Selbsterkenntnisse junger Erwachsener für eine Berufsausbildung in den Berufsfeldern Metall-/Elektro-/

Automatisierungstechnik- Kunststoff initiieren“ für eine Ausbildung in diesen zukunftsorientierten Branchen „werben“.

Insgesamt nahmen bis zum Fristende, 31. Juli 2009, 126 Schülerinnen und Schüler daran teil. „Das Interesse war so groß“, berichtet AWA-Geschäftsführer Reiner Kasel, „dass wir nicht nur die Klassenstufe 7, sondern auch die 8.- und 9.-Klässler mit ins Boot holten.“ Dies ist auch der äußerst guten Zusammenarbeit mit den Schulleitern zu verdanken. Die Projekttage waren dazu gedacht die Berufsfelder der Metall-, Elektro-, Automatisierungs- und Kunststoffindustrie auf ungezwungene Weise zu erkunden.

Das Angebot ist also angenommen worden und die Jugendlichen konnten in ihrer Zeit bei der AWA herausfinden, ob ihre Vorstellungen vom angestrebten Beruf realistisch sind.

Wie der Wirtschaftsförderer der Stadt Altenburg, Tino Scharschmidt, resümiert, „konnte die Wahrnehmung der Chancen, die sich in den metall- und kunststoffverarbeitenden Berufsfeldern bieten, gesteigert werden.“

Da die Bilanz so positiv ausfiel, soll auch in diesem Schuljahr das Projekt „Berufsstart plus“ durchgeführt werden. Anders als bislang – und das stellt nach Auffassung der Akteure einen Fortschritt dar – ist „Berufsstart plus“ ein schulischer, integrierter Baustein der Berufswahlvorbereitung.

So können künftig alle Altenburger Regelschüler über die im Schulplan vorgesehenen Zeiträume der Berufsorientierung angesprochen werden und sich über die Chancen in diesen Berufsfeldern informieren. Zudem haben die Schüler die Möglichkeit, sich mit modernster Technik vertraut zu machen.

126 Schüler 160 Kilometer
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