Die weltweite Rezession macht auch vor dem Altenburger Land nicht Halt – immer mehr Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet. Da aber in jeder Krise bekanntlich auch eine Chance steckt, bietet der AWA e.V. seit einigen Wochen ein spezielles Programm für die von Kurzarbeit Betroffenen an: „Einsatz für Arbeit – mit Kurzarbeit die Krise meistern“
Wie das neue Angebot aussieht und wie es von den Betrieben im Altenburger Land angenommen wird, darüber sprachen wir mit Hans-Reiner Kasel, dem geschäftsführenden Vorsitzenden des AWA e.V. in Altenburg.
Frage: Was ist das Besondere an Ihrem neuen Programm „Einsatz für Arbeit – mit Kurzarbeit die Krise meistern“?
Hans-Reiner Kasel: Für mich, ebenso wie für alle anderen Experten, steht fest, dass in Zukunft nur die Unternehmen eine Überlebenschance haben, die mit hochqualifiziertem Personal noch effektiver arbeiten als bisher. Genau hier setzt unser neues Programm „Einsatz für Arbeit – mit Kurzarbeit die Krise meistern“ an. Die Betroffenen nutzen die Zeit der Kurzarbeit effektiv in einer unserer speziellen beruflichen Fortbildungsmaßnahmen. Das Ergebnis sind höher qualifizierte Mitarbeiter für Unternehmen mit Wettbewerbsvorsprung. Das Programm kommt also beiden, Arbeitnehmern ebenso wie Arbeitgebern, zugute. Ganz konkret bieten wir im Moment Fortbildungen zu Industriefachkraft (IHK) in den Bereichen CAD, CNC, Kunststoff- und Verbundwerkstofftechnik, Mechatronik und SPS-Technik an. Außerdem bieten wir eine Fortbildung zum Maschinenschlosser an, eine weitere Fortbildung im Bereich Werkstoffprüfung ist in Vorbereitung.
Ihr neues Angebot besteht jetzt seit mehreren Wochen, Sie haben in den verschiedenen Zeitungen im Landkreis dafür geworben. Wie ist die Resonanz?
Die Resonanz ist durchweg positiv. Mehrere Betriebe haben sich bereits für unser neues Programm entschieden, andere stehen kurz davor, die Kurzarbeit mit unserem Angebot positiv zu nutzen. Dennoch sehe ich noch Potenzial. Insbesondere die kleineren Unternehmen sind in solchen Situationen immer etwas zögerlicher. Dabei können wir ihnen in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und der IHK immer ein für sie passendes Angebot unterbreiten.
Sie machen also mit dem Programm aus der Not eine Tugend…
Ja, das kann man so sagen. Und alle Beteiligten profitieren davon. Die Teilnehmer, weil sie bei uns auf modernsten Maschinen und in optimal ausgestatteten Kabinetten eine qualifizierte Fortbildung mit anerkanntem Abschluss erhalten. Und die Unternehmen, weil sie mit ihrem höher qualifizierten Personal in Zukunft noch besser aufgestellt sind. Wir nutzen ganz einfach die Chance, die in der Krise steckt, zugunsten der weiteren positiven wirtschaftlichen Entwicklung hier bei uns in der Region. Schließlich ist Bildung der Schlüssel für unsere Zukunft.
Vielen Dank für das Gespräch.